Racing

Von Street to Top Fuel

Der Ursprung der Deutschen Dragster Bike Szene ist auf das Jahr 1989 zurückzuführen.

Zu dieser Zeit gesellten sich auf der Rennstrecke in Luckau bei Berlin Speedjunkies mit ihren aufgemotzten Harley-Davidson u anderen Bikes um den Organisator Sammy Tosumer, einen ebenso verrückten Auto Dragster Piloten der ersten Stunde.

Die Berliner Dragster Piloten konnte man an einer Hand aufzählen. Die beiden Bike Piloten Aka Riemer und Andy Fuhrmanh gingen mit unterschiedlichen Bikes an den
an den Start. Fuhrmann mit einer Sechzylinder Honda, die ihre Leistung mit Lachgas auf die Strasse brachte, und Riemer mit einer aufgemotzten Harley-Davidson Sportster, die mit Nitromethan betrieben wurde. Dazu gesellten sich dann im Laufe der ersten Rennen Lothar Schmidt vom Classic Bike Team, Ronald Pöschel vom Zippo Team und Paul Jung vom W&W Team, alle mit aufgeblasenen Harley-Davidson Motorrädern. Da der Sport noch etwas in den Kinderschuhen stecke, ging entsprechend viel Material auf der Rennstrecke zu Bruch. Aber auch hier ging die Entwicklung sehr schnell weiter und aus den Gründern der Drag Bike Szene arbeiteten sich Aka Riemer und Lothar Schmidt bis in die Königsklasse des Dragster Sportes, der Top Fuel Bikes, vor.

Da diese Harley-Davidson Monster gute 500 PS auf den Strip brachten, gab es für diese Klasse der Bikes in Deutschland eigentlich nur noch die Veranstaltung Nitroolympics in Hockenheim. Dort wurde und wird wie heute einmal jährlich eine Dragsterveranstaltung der Superlative ausgetragen.

Vetreten sind hier alle Europäischen Top Piloten aus der Auto und Motorrad Klasse. Gefahren wird auf der extrem geklebten Strecke in Fahrtrichtung Wald vor der Sachskurve.Vor mehr als 80000 Zuschauern wird hier ein Megaevent zelebriert, der den Zuschauern selbst Highspeed Rennen von Top Fuel Autos in der Dunkelheit bietet.

Dieses Zurkus ist sicherlich einmalig in Europa.

Aber die Europameisterschaft wird natürlich auch auf anderen Rennstrecken gefahren, wie zum Beispiel in Santa Pod England, Den Avon Race Park in England, den Mantorp Park in Schweden, um nur einige Strecken zu nennen.

Mittlerweile bestach die Europäische Top Fuel Liga mit exellenten Fahrern und natürlich auch den entsprechenden Bikes. Hier ist sicherlich the Godfather Ton Pels mit seiner Familie zu erwähnen, der konstant mit Spitzenzeiten die Europäische Fahne hochhielt. Auch der Schwede Charly Karling galt als einer der Schnellsten seiner Klasse.

Als Höhepunkt kan man sagen, gipfelte die Racing Szene in den World Finals, die in Australien ausgefahren wurde. Europa gegen USA, genau genommen also die schnellsten Harley-Davidson Piloten der Welt gaben sich hier ein Stelldichein.

Classic Bike Racing

Classic Bike Racing wurde Anfang der 90er Jahre mit viel Leidenschaft ins Leben gerufen.

Durch Besuche von Dragster Rennen in den USA kam der Wunsch auf, selber ins Geschehen einzugreifen.

Das Team startete mit zwei Fahrern auf zwei unterschiedlichen Bikes in der Street Klasse. Ralf Wagner auf einer XL 1200 Sportster und Lothar Schmidt auf einer Vier Ventil FXD Sport.

Nach relativ kurzer Zeit wurde in Californien mit Carl Morrow ( Carl´s Speed Shop ) eine Sportster für Lothar gebaut, die in der folgenden Deutschen Saison zu den schnellsten Bikes gehörte.

Natürlich war auch es da nur eine Frage der Zeit nach mehr Leistung. Also entschloss man sich, in die Pro Stock bzw. Top Gas Klasse international einzusteigen. Da man in der Klasse mit anderen Leistungen und auch mit anderen Fahrzeugen an den Start geht, beschloß man, sich bei Frank Hawley in Gainsville Florida einem Pro Stock Dragster Lehrgang zu unterziehen. Diese Ausbildung machte sich dahingehend bezahlt, das das Team über mehrere Jahre oben an der Europäischen Spitz mitfuhr, dementsprechend sich das Classic BikeTeam auch die Europameisterschaft sicherte.

Wie schon zwei Jahre zuvor, wurde auch nach den Erfolgen der Drang nach mehr Leistung, also mehr Speed laut, und so blieb dann nur noch der Einstieg in Top Fuel Klasse übrig.

Um in dieser Klasse zu starten, musste natürlich ein komplett neues Bike konstruiert werden. Also schloss man sich mit Lonnie Isam und John Marchman aus Houston Texas zusammen und entwickelte ein Top Fuel Bike der Sonderklasse. Der Motor ein Isam Eigenbau, das Fahrwerk eine Spezialanfertigung von Pupped aus New Yorck etc.

Startvorbereitung des Destroyers in Alteno

 

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Top Fuel Racing by Classic Bike

Dieser von Classic Bike Berlin und Lonnie Isam Houston Texas gebauter Top Fuel Dragster wurde erstmals mit Lothar Schmidt als Pilot in England Santa Pod eingesetzt.

Bei den Nitro Olympics in Hockenheim fuhr Lothar Schmidt mit dem Texaner im Finale gegen Charly Karling eine 7,21 auf der Viertel Meile.

Das Classic Bike Racing Team:

Lothar Schmidt – Fahrer
Thomas Talke – Mechaniker Technik
Brian Eppstein – Mechaniker Technik
Trixi Laugisch – Mechanikerin Chemie

Turtmann lässt grüßen

Vom 20.07. – 22.07.2007 fand das fünfte Rennen im diesjährigen Harley-Davidson V-Rod Destroyer Cup auf dem wohl schönsten Dragstrip der Welt statt. Die Rede ist von Turtmann in der Schweiz. Und wie bei jedem Rennen dieses Jahr hatte Petrus auch Lust auf spektakuläres Dragracing. Der VRD12 war von Pascal mal wieder perfekt präpariert worden, sodaß Pilot Steffen es nur umsetzen musste. Gesagt, getan. Gleich nach dem ersten Qualifikationslauf fand sich das Classic Bike Racing Team auf Platz 2 wieder. Wie immer hinter Sascha, der hier nun sein Heimrennen erleben durfte. Dritter in der Quali wurde Chris van Nimmen, der ein Mü schneller war als Axel Seifert. Bei herrlichem Wetter ging es dann Sonntag in die Eliminations. Dort hieß der erste Gegner im Viertelfinale Frank Heitmann. Diesen Lauf konnte Steffen für sich entscheiden. Nun rechneten die Jungs mit Chris im Halbfinale, doch der fuhr gegen Wolfgang „Fisch“ Dorsch ein Rotlicht und war damit draußen. Also war Fisch der Gegener des VRD12. In diesem Run schaffte Fisch eine 10,013 sec, konnte damit aber nichts gegen die 9,705 sec von Steffen ausrichten. Damit war der dritte Finaleinzug in Folge für das Classic Bike Racing Team perfekt. Im anderen Halbfinale konnte sich Sascha erwartungsgemäß gegen Axel durchsetzen. Nun kam es zur Neuauflage des Finales von Wittstock. An der Ampel waren beide fast gleich schnell mit nur 0,01 sec Unterschied. Doch dann zeichnete sich ab, was am gesamten Wochenende schon Programm war. Sascha hat einfach das schnellere Bike und nahm Steffen noch einige Hundertstel ab. 9,632 sec und 9,757 sec waren die Laufzeiten. Mit diesem Sieg holte sich Sascha schon vor dem letzten Rennen den Meisterschaftstitel 2007. Unseren herzlichen Glückwunsch dazu! Doch mit dem 2. Platz ist das Berliner Team von Classic Bike das einzige, das bei jedem der fünf Rennen auf dem Podium stand. Außerdem konnten wertvolle Punkte auf den Zweitplatzierten Axel gutgemacht werden. Mit nur noch 5 Punkten Rückstand geht es zum Saisonfinale in Hockenheim, um herauszufinden, wer denn der beste Deutsche im Destroyer Cup ist. Der Titel “ Rookie of the Year “ kommt in diesem Jahr auf jeden Fall nach Berlin. Man will ja nicht meckern, aber nach zwei 3. und drei 2. Plätzen müßte nun doch endlich mal ein Siegerpokal her. Also: Daumen drücken für unsere Jungs vom 17.08. – 19.08.2007 bei den Nitrolympx in Hockenheim !!!

Sie können es nicht lassen
Auch im zweiten Heimrennen hat das Classic Bike Racing Team wieder zugeschlagen. Bei perfektem Dragrace-Wetter ging es ordentlich zur Sache. Nach einer 7-jährigen Pause gab es in Wittstock endlich wieder professionelles Dragracing. Am Samstag stand wie immer das Qualifying auf dem Programm und das sah bis zum Schluß sehr gut aus. Nach zwei Läufen war nur ein Bike scheller als der VRD12 und das war wie immer der Sascha vom Erbacher Team aus der Schweiz. Doch im letzten Quali-Lauf schob sich Christoph vom Insbrucker Team mit unglaublichen 0,001 sec noch vor Steffen. Okay, hätte schlimmer sein können als Platz 3. Dadurch hieß am Sonntag in den Eliminations der erste Gegner Wolfgang Dorsch aus Wetzlar. Crewchief Pascal hatte über Nacht noch ein hervorragendes Setup für den Destroyer gefunden, sodaß es Steffen nur noch umsetzen mußte. Mit der Laufzeit von 9,563 sec war diese Zeit nochmals besser, als die vom Vortag und der Einzug ins Halbfinale war geschafft, da Wolfgang Probleme beim Start hatte. Nun kam es zur Paarung VRD12 gegen VRD4 vom Team Nightrider mit Michael Merse als Pilot. Da wir mittlerweile schon weit mehr als 35 Grad im Schatten hatten, wurden die Zeiten nicht mehr besser, aber daß galt ja für alle. Michael fuhr eine 9,749 sec und war damit über 0,1 sec langsamer als Steffen mit seiner 9,625 sec. Damit war es perfekt. Das Classic Bike Racing Team stand erneut im Finale. Im anderen Halbfinale konnte sich der amtierende Meister Sascha gegen Chris van Nimmen duchsetzen, was für alle keine Überraschung war, denn das gesammte Wochenende fuhr er mit Abstand die besten Zeiten. Chris hatte die bessere Zeit gegenüber Michael und stand damit zum ersten Mal im Destroyer Cup auf dem Podium. Glückwunsch von uns! Nun zum Finale. Nachdem Sascha ja im Halbfinale in Luckau gegen Steffen seinen ersten Lauf dieses Jahr verlor, hatte er noch eine Rechnung offen. Nach dem Start war Sascha gleich schon eine Motorradlänge vorn. Man konnte zwar sehen, daß Steffen leicht aufholte, aber letztendlich hatte er mit einer 9,661 sec gegen die 9,534 keine Chance. Damit blieb der zweite Platz für das Berliner VRD12 Team. Mit den beiden Pokalen für den dritten Platz in den ersten beiden Rennen hätte wohl niemand gerechnet, aber in den beiden anderen (Heim-) Rennen sogar den zweiten Platz jeweils zu schaffen ist schon richtig cool. In der Meisterschaft sind die Jungs zwar immernoch auf Platz 3, aber der Abstand zum Zweiten ist deutlich kleiner geworden. Gleich am nächsten Wochenende geht es auf in die Schweiz zum 5. Rennen. Mal sehen welche Überraschung uns Pascal und Steffen von dort mitbringen.
KEEP ON RACING

 

Wimpernschlag-Finale in Luckau

Unsere Jungs haben es mal wieder krachen lassen. Und zwar richtig. Im 3. Rennen des Destroyer Cups gab es eine faustdicke Überraschung. Nachdem das Qualifying wieder die 3 üblichen Verdächtigen auf die ersten drei Plätze zauberte, ging es in den Eliminations als erstes gegen den Belgier Chris van Nimmen. Mit einer 9,679 konnte Chris aber nichts gegen den VRD12 anrichten. Also waren Crewchief Pascal und Pilot Steffen beim 3. Rennen wieder im Halbfinale. Doch dann waren die Aussichten nicht mehr so rosig. Im Halbfinallauf war der Gegner niemand geringeres als der amtierende Meister Sascha Brodbeck, der in dieser Saison noch nicht einen Lauf verloren hatte und die beiden ersten Rennen gewann. Dann konnten alle Zuschauer sehen, daß im Dragrace alles möglich ist. Mit einer Laufzeit ( E.T.) von 9,569 gegen eine 9,573 hatte Sacha zwar die bessere Zeit, da aber in den Eliminations die Reaktionszeit an der Ampel draufgerechnet wird, sollte die Sache anders ausgehen. Sascha´s sehr gute 0,080 hatte dann das Nachsehen gegen die 0,045 von Steffen. Ein echt irrer Run! Damit stand das Classic Bike Racing Team zum ersten Mal in dieser Saison im Finale. Und da ging es gegen Axel Seifert. Nachdem beide Piloten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, stand am Ziel auf den Scoreboards eine 9,559 und eine 9,554. Und die bessere Zeit auf der Seite von Steffen. Doch auch hier war die Reaktionszeit der ausschlaggebende Punkt. Mit einer 0,085 ist man an der Ampel sicher nicht langsam, aber Axel zauberte eine 0,033 herbei und gewann das Finale von Luckau. Der VRD12 Destroyer hat dank der exellenten Abstimmung durch das Team eine neue Saisonbestleistung beim ersten Heimrennen erreicht. Das zweite Heimrennen findet vom 13.7. bis 15.7.07 in Wittstock/Dosse statt.

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